Korfu-Radreise vom 3. – 13.6.2017

Vorbemerkungen
Im August 2016 habe ich bereits bei Wikinger-Reisen eine geführte Radreise in Westirland unternommen. Es hatte mir sehr gut gefallen, vielleicht bis auf das doch sehr oft unbeständige, regnerische Wetter. Besonders die Reiseleitung von Jörn Hessen ist sehr positiv in Erinnerung geblieben. Das war sicherlich ein Grund, diese Rad-Reise auf Korfu zu wählen. Außerdem war ich schon längere Zeit nicht mehr in mediterranen Gegenden unterwegs gewesen und hatte auch in dieser Beziehung eine Auffrischung nötig. Und Regen in den Sommermonaten sollte hier ja kein Thema sein  – bis auf vielleicht mal ein Gewitterschauer… Alle Fotos in diesem Bericht sind von mir aufgenommen worden.

1. Tag: Sa, 3.6. – Anreise und Testfahrt zur Badebucht von Ermones
Ziemlich pünktlich um 10.15 Uhr landete meine A320 der Thomas Cook Airlines aus Hannover in Kerkyra (Korfu-Stadt). Reiseleiter Jörn Hessen empfing uns im Ausgangsbereich und organisierte den Taxi-Transfer zum Hotel Marida in Agios Ioannis, wo wir gegen 11.15 Uhr ankamen. Nach dem Einchecken wurden um 12 Uhr die Räder in Empfang genommen und getestet.

Empfang der Fahrräder am Hotel Marida in Ag. Ioannis

Gegen 13 Uhr dann die erste Erkundungsfahrt zur Badebucht von Ermones, bei der Jörn sich von den Fahrkünsten seiner neuen Gruppe ein Bild machen konnte. Allerdings fehlten noch drei von der Gruppe, weil deren Flieger erst am späten Nachmittag eintrafen. In der Taverna Georges wurde gemeinsam der erste griechische Salat probiert und erstes Urlaubsfeeling kam bei der Gruppe auf.

An der Bucht von Ermones

Jörn müsste dann los, um den Rest der Gruppe in Empfang zu nehmen. Die Gruppe machte einen kleinen Spaziergang an der Bucht, und einige genossen das erste entspannte Bad im schon gut angewärmten Mittelmeerwasser. Die Rückfahrt wurde in Eigenregie organisiert.

Erster Abend in Annas Taverne

Um 19.15 Uhr traf man sich zur Lagebesprechung für den nächsten Tag draußen vor Annas Taverne gegenüber vom Hotel Marida und ließ sich die Vorspeisen und die Moussaka schmecken. Inzwischen war auch der Rest der Gruppe eingetroffen. Schon mal ein gelungener Auftakttag, und alle waren gespannt, wie sich das Radeln auf Korfu in den nächsten Tagen so anfühlen wird.

2. Tag: So, 4.6. –  Zum Vlacherna-Kloster und zum Sissi-Palast

Das Hotel Marida im Morgenlicht

Nach erster Übernachtung im Marida-Hotel mit ländlicher Geräuschkulisse (Hundegebell, Sonarlaute des kurfiotschen Waldkauzes, Hähnekrähen in der Morgendämmerung) und dem Frühstück auf der Veranda ging es um 10 Uhr los, wie eigentlich an jedem Morgen. Vornehmlich auf Nebenstraßen führte uns Jörn nach Korfu-Stadt. Die Gruppe steuerte nach einem kurzen Zwischenstopp an der Hafenmauer zur Alten Festung direkt das Vlacherna-Kloster an, das am Lagunenanfang direkt über der Einflugschneise zur Landebahn des Flughafens liegt.

Blick auf das Vlachera-Kloster

Die Kaffeepause im anliegenden Cafe musste leider entfallen, weil eine geschlossene Gesellschaft angemeldet war. Also musste ein Schluck aus der Getränkeflasche reichen, um den Anstieg mit 150 Höhenmetern zum Achilleion, dem sogenannten Sissi-Palast, zu bewältigen. Am Palast angekommen, waren alle bereit den Eintritt von 8 Euro für eine Besichtigung zu bezahlen.

Vor dem Achilleion (Sissi-Palast)

Jörn gab auf dem Gelände eine kurze Einweisung in die Entstehung und Nutzung des Gebäudes: Die österreichische Kaiserin Elisabeth (Sissi) ließ es von 1890 bis 1892 in herrlicher Lage errichten.

Sterbender Achilles in Garten des Achilleion

Nach ihrem Tod erwarb Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1907 das Anwesen und nutzte es als Urlaubsresidenz. Näheres dazu findet man unter Wikipedia. Dann konnte jeder auf eigene Faust das Gebäude und den wunderbar angelegten Garten erkunden. Nach einer Mittagspause in dem anliegenden Cafe-Restaurant ging es durch einige Bergdörfer im Hinterland zurück zum Hotel Marida, wo die Gruppe gegen 17 Uhr ankam.

Pausenstopp im Bergdorf (Kastellari?)

Das Abendessen im Grill-Restaurant Paradiso wurde heute ausnahmsweise mal mit dem Fahrrad angesteuert.

3. Tag: Mo, 5.6. – Über den Kaisers Throne nach Liapades
Jörn hatte eine ruhigere Etappe angekündigt. Lediglich der Anstieg, der nach etwa 5 Kilometern begann, zum Kaisers Throne bei dem Bergdorf Pelekas mit ca. 260 Höhenmetern erforderte von den Wikingern einiges an sportlichem Einsatz.

Der Panoramablick am Kaisers Thron

Dafür wurden sie mit wunderbaren Panoramablicken in alle Richtungen belohnt, was schon Kaiser Wilhelm II. erkannt hatte. Doch er kam sicherlich nicht dem Fahrrad hierher. Die Panoramaterrasse des dort errichteten Hotels lud zur Kaffeepause ein.

Das Hotel am Kaisers Thron

Dann ging es in rasanter Abfahrt hinunter in die Ropa-Ebene, eine der wenigen größeren Flachgebiete der Insel. Über die Dörfer Marmaro und Kanakades war dann ziemlich schnell Liapades und das dortige Liapades Beach Hotel erreicht, so dass schon am frühen Nachmittag die Bucht zum Baden einlud.

Entspannen am Liapades Beach

4. Tag: Di, 6.6. – Zur Bucht von Paleokastritsa
Da es aus der Bucht vom Hotel Liapades Beach gleich sehr steil hinaufgeht, traf man sich zur Tagestour um 10 Uhr oben am Friedhof.

Die Radler im Corfu Donkey Rescue

Die Tour begann mit einem kurzen Besuch des Corfu Donkey Rescue, einem Gnadenhof für misshandelte, kranke und nicht mehr gebrauchte alte Esel, der 2004 von der Engländerin Judy Quinn gegründet wurde.

Frühstück im Eselsheim

Man kann sehen, wie durch den Einsatz des Stationspersonals und der geschaffenen Umgebung – zum großen Teil durch Spendengelder –  das Leid der Tiere gelindert wird. Weiter ging es nach Doukades zur Kaffeepause am schönen Dorfplatz. Sehr lecker hier auch der frisch ausgepresste Orangensaft. Auf der großen Nationalstraße rollten wir anschließend in die Bucht von Paleokastritsa hinunter. Es ist einer der bekanntesten Badeorte der Insel mit mehreren kleinen Badebuchten. Das Kloster auf einem Hügel am Ende gelegen ist Touristenattraktion und wird von vielen Bussen angesteuert, nicht zuletzt wegen der vielen tollen Panorama-Ausblicke. Wir ließen unsere Räder unten an einem Parkplatz stehen und gingen zu Fuß hinauf.

Blick vom Aussichtspunkt beim Kloster Paleokastritsa

Nach ausgiebigen Fotostopps auf der Hügelkette und am Gipfelkreuz ging es zur Mittagspause. Der direkte Rückweg nach Liapades war nicht weit und so blieb noch genügend Zeit, am Liapades Beach zu entspannen.

5. Tag: Mi, 7.6. – Die Bergetappe nach Acharavi
Nach dem eher ruhigen gestrigen Tag ging es heute über die nördliche Bergkette der Insel zum dritten Zielort der Rundtour, nach Acharavi. Treffpunkt war wieder 10 Uhr am Friedhof. Zunächst 3 km in Richtung Paleokastritsa, dann aber auf der Straße hinauf nach Lakones und weiter auf die Passhöhe mit ca. 400 hm. Ein langer Anstieg, der sich auf knapp 10 km erstreckt, aber nicht zu steil ist und im eigenen Tempo recht gut zu fahren war. Zum Glück meinte es die Sonne an diesem Morgen nicht zu gut mit den Wikingern. Außerdem war ja auch noch auf halber Strecke in der Bäckerei von Lakones die Kaffeepause. Die Terrasse bot nochmal gute Ausblicke auf Paleokastritsa, dem gestrigen Etappenziel.

Blick vom Bergdorf Lakones auf Kloster Paleokastritsa

Nach weiteren ca. 3 km bergan vorbei an diversen Haltebuchten für Panoramablicke und der Burgruine Angelokastro hatten die Wikinger die Passhöhe der Nordkette erreicht.

Jörn erläutert an der Passhöhe die Landschaft im Norden von Korfu

Bei der dortigen Trinkpause boten sich jetzt Blicke auf die Bucht Ag. Georgios und andere Küstenabschnitte im Norden und die vorgelagerten Diopontischen Inseln. Die sich anschließende rasante Abfahrt nach Pagi verlief ohne Zwischenfälle, so dass bald Marias Taverne zur Mittagspause erreicht war. Da Jörn das Essen vorbestellt hatte, ging alles recht zügig. Frisch gestärkt wurde das Sun Village Resort Hotel in Acharavi gegen 15.30 Uhr erreicht. So war noch Zeit für ein Erfrischungsbad im Swimmingpool, bevor gegen 19.15 Uhr der Lemon Garden, ein tolles Restaurant in einem ehemaligen Garten mit Zitronenbäumen und anderen Baumfrüchten sowie Kräuterbeeten, zum Abendessen aufgesucht wurde. Zu Beginn hatte Jörn noch einen kleinen Rundgang mit der Chefin durch den Garten arrangiert.

Rundgang mit der Chefin im Restaurant Lemon Garden in Acharavi

6. Tag: Do, 8.6. – Ruhetag mit Baden in der Bucht von Ag. Spiridon

Der Pool am Hotel Sun Village in Acharavi

Entspannung am Vormittag war angesagt, da keiner Jörns Angebot, die Fahrt zu den Wasserfällen von Nimfes, annahm. Ein kleiner Strandspaziergang mit Ortserkundung sollte den meisten genügen.

Morgens am leeren Strand von Acharavi

Ein Großteil der Gruppe traf sich dann aber gegen 13 Uhr zur Fahrt ins 6 km entfernte Agios Spiridon, wo Jörn auf der Lagune eine kleine, ruhige Badebucht ausfindig gemacht hatte. Hier genoss man die Ruhe, Badefreuden und das Meeresrauschen abseits des Touristentrubels mit Blick auf die vorbeifahrenden Fähren und auf die Bergkette von Albanien in der Ferne bis zum frühen Abend. In Eigenregie fuhren die Wikinger zurück zum Hotel.

7. Tag: Fr, 9.6. – Zur Bucht von Ag. Georgios an der Westküste
Zunächst ging es vom Hotel Sun Village in Acharavi ca. 5 km ziemlich flach in westlicher Richtung durch die Ebene der Bucht, bevor bei Kavallouri die erste steile Rampe gefahren werden musste. Ebenso steil hinab ging es wieder in die Ebene des Flusses Mellsoudi, bevor alsbald der nächste Anstieg kam. Hier hatte Jörn zum Glück in einem Dorfladen mit integriertem Cafe in Kavvadades die wohl verdiente Kaffeepause eingebaut. Vorher gab es von ihm noch interessante Erläuterungen zur griechisch-orthodoxen Kirche. Weiter ging die Fahrt auf einer schönen Panoramastraße mit vielen Ausblicken für Fotostopps.

Bei der Abfahrt in die Bucht von Ag. Georgios

Jeder konnte hier sein eigenes Tempo fahren, bevor es zur Bucht von Agios Georgios hinabging, die gegen 13 Uhr erreicht wurde. Hier wurde eine längere Mittags- und Badepause eingelegt, zumal man hier einen ca. 2 km langen Sandstrand vorfindet. Der Deal war: Bei einem Mittagessen in der Strandbar sind die Strandliegen mit Schirm inclusive. Das Bad im Meer war wirklich äußerst erfrischend und bestimmt 2 Grad kälter als an den vorherigen Badestellen. Für 16 Uhr hatte Jörn die Rücktour anberaumt. Der 3 km lange Anstieg aus der Bucht hinaus bis nach Pagi hinauf, das wir schon von der Tour nach Acharavi kannten, war nicht von schlechten Eltern.

Trinkpause in Pagi nach dem Anstieg aus der Bucht von Ag. Georgios

Auf dem Höhenrücken der Georgios-Bucht ging es auf hügeligem Gelände bis nach Dafni und dann auf ziemlich direktem Wege zurück nach Acharavi. Wegen der langen Badepause und der etwas über 50 km langen Tour wurde das Hotel erst gegen 18.30 Uhr erreicht. Für den Abend hatte Jörn das Restaurant Maistro direkt Strand herausgesucht.

Sonnenuntergang beim Abendessen am Strand von Acharavi

Nach den tollen Mezedes-Speisen gab es den perfekten Sonnenuntergang über dem Meer. Jörn hatte nicht zu viel versprochen!

8. Tag: Sa, 10.06. – Rundfahrt an der Nordwest-Küste
Laut Beschreibung in den Wikinger-Reiseinformationen sollte es heute eine gemütliche Tour durch das Hinterland werden. Acharavi wurde wie am Vortag in westlicher Richtung verlassen und nach einem kleinen Zwischenanstieg wieder unser schönes Dorfcafe in Kavvadades angesteuert. Danach ging es aber heute weiter Richtung Nordwestküste, die viele landschaftlich reizvolle Küstenabschnitte zu bieten hat. Vor der Küste fuhren wir in nördlicher Richtung weiter zum ersten Highlight des Tages: Die Steilküste mit den Kreidefelsen am Logas Beach bei Peroulades. Ein betonierter Treppenstieg führt hinab an den Strand. Dabei wurde reichlich auf die Auslöser der Kameras oder Smartphones gedrückt.

Die Steilküste zwischen Logas Beach und Kap Drastis

Auch die kleinen vorgelagerten Diopontischen Inseln sind hier gut sichtbar. Die anschließende Mittagspause fand nicht in der coolen Strandbar 7th Heaven statt, sondern in der familiär geführten Taverne 200 m vom Strand entfernt. Alle waren mit ihrer Speise- und Getränkewahl zufrieden – nur beim Cappuccino und Espresso gab es noch Luft nach oben. Nach der Mittagspause musste das nächste Highlight redlich verdient werden: Die Rampe hinauf zum Kap Drastis hatte es schon in sich. Dann aber der malerische Blick auf die Felsformationen des Kaps, das Postkartenmotiv schlechthin.

Das Postkartenpanorama von Kap Drastis

Jörn fuhr mit uns anschließend zu einer schönen Bucht mit Sandstein- und Lehmfelsen am Westrand von Sidari. Der Ort Sidari ist eine Touristen-Hochburg der Engländer auf Korfu. Wir vermieden aber den Touristenrummel  und umfuhren Sidari weiträumig. Auf direktem Wege ging es dann zurück nach Acharavi mit einem Zwischenstopp zum Eisessen am Strand von Roda. Abends zum Essen ging es nochmals in den phantastischen Lemon Garden. Da es Samstag war, spielten drei Musiker traditionelle griechische Musik.

9. Tag: So, 11.06. – Auf der Küstenstraße zurück nach Ag. Ioannis
So langsam ging die Korfu-Radreise nun leider zu Ende. Der vorletzte Urlaubstag war eine der längsten Etappen entlang der Küstenstraße im Nordosten der Insel und dann ein Stück südlich des Pantokratas-Massivs durch das Hinterland zurück zum Hotel Marida nach Ag. Ioannis. Nachdem alle gepackten Koffer für den letzten Hoteltransfer abgegeben waren, konnte Jörn mit der Gruppe pünktlich um 10 Uhr starten, diesmal in östliche Richtung. Das erste Stück bis zur Abzweigung nach Ag. Spiridon war vom Badetag bekannt. Weiter ging es bis zur Badebucht Seki Beach, wo zur frühen Stunde ein Badestopp gemacht wurde.

An der Badebucht Seki Beach

Wir waren die ersten Tagesbesucher in der Bucht. Nach einer knappen Stunde ging es weiter auf der Küstenstraße vorbei an Kassiopi. Dort verlässt man für einige km die direkte Küste. Kurz vor Kouloura kommt man dann zu einer tollen Aussichtsplattform. Die gegenüberliegende albanische Küste ist an dieser Meerenge nur 2 km entfernt. Die Landschaft ähnelt der Cote d´Azur in Frankreich.

Villen an der Nordwest-Küste

Viele betuchte Griechen haben hier ihr Sommerdomizil, wie man an den schicken Villen mit Pool erkennen kann. Zur Mittagspause wurde das Restaurant Vitaminis bei Nissaki angesteuert. Ein schattiges Plätzchen auf der Terrasse war wegen der Hitze wohl auch verdient. Nach der Pause ließen aber die Blicke Richtung Albanien nichts Gutes erahnen. Es könnte noch ein Gewitter aufziehen. Weiter ging es nach der Pause auf der Küstenstraße bis zur Bucht von Pirgi. Wir verließen hier die Küstenstraße. Jörn fuhr hier mit uns unterhalb des Pantokratas-Massivs hinauf zum Ort Ano Korakiana. Bei Ag. Vasilios hatte uns das Gewitter dann erwischt. Zum Glück hatten wir einen guten Unterstand bei einem Bäckerei-Cafe, das wegen des Sonntags geschlossen war. Nach 30 Min Gewitterregen konnten wir weiterfahren und nach einer weiteren Stunde auf dem Rad kamen wir gegen 17.30 Uhr im uns bereits vertrauten Hotel Marida in Ag. Ioannis an.

Wieder in vertrauter Umgebung angekommen: Zimmer 10 im Hotel Marida

Somit war der Kreis fürs Erste geschlossen. Zum Abendessen trafen wir uns an altbekannter Stelle in Annas Taverne zum griechischen Nudelauflauf.

10. Tag: Mo, 12.06. – Fahrt nach Korfu-Stadt zum Stadtrundgang
Vor der Fahrt in die Altstadt vom Kerkyra trafen wir uns um 10 Uhr und gingen mit Jörn zum Souvenir-Einkauf mit Verköstigung in die ortsansässige Verkaufsstelle der Destillerie VASSILAKIS, bekannt für die vielfältigen Kumquat-Produkte.

Verköstigung bei VASSILAKIS in Ag. Ioannis

Von der Möglichkeit des Probierens wurde reichlich Gebrauch gemacht und einiges mitgenommen. Man musste jedenfalls die Gewichtsbeschränkung auf 20 kg für die Koffer im Auge behalten. Um 11.30 Uhr fuhren wir dann in lockerer Ausgehkleidung – aber trotzdem alle mit Helm – los nach Korfu-Stadt. Jörn hatte lockeres Fahren versprochen. Nach 10 km war der Hafen von Korfu erreicht. Auf der Hafenstraße fuhren wir bis zum Platz vor der Neuen Festung, wo wir die Fahrräder abstellten. Der Stadtrundgang begann mit einem Besuch der Neuen Festung, die tagsüber kostenlos besucht werden kann. Herrliche Blicke boten sich den Wikingern: Im Norden das Pantokratoras-Massiv, weiter östlich das albanische und griechische Festland und die vorgelagerte Badeinsel Vido sowie südöstlich die Altstadt mit dem markanten Turm der Kirche Agios Spiridon und der Alten Festung im Hintergrund. – Die Speichermodule der Digitalkameras hatte wieder reichlich zu tun.

Blick von der Neuen Festung auf den Alten Hafen

Durch einen tunnelartigen Durchgang verließen wir die Neue Festung und kamen direkt beim Marktplatz an. Vor allem Obst- und Gemüsestände und viele Fischhändler waren zu sehen. Über den Rathausplatz ging es vorbei an der Esplanade Richtung Alte Festung. Anschließend zum Gouverneurspalast und dann in die Altstadt zum Platz vor der Kirche Agios Spiridon.

Blick auf das Strandbad. Im Hintergrund die Badeinsel Vido und links der Mt. Pantokratoras

Auf dem Platia Mitropolis löste Jörn dann den gemeinsamen Rundgang auf. Treffpunkt war um 18.30 Uhr der Fahrrad-Abstellplatz. In Kleingruppen formierte man sich und suchte erstmal eine Erfrischung und Stärkung in einem der vielen Lokale. Wer sich entsprechend vorbereitet hatte, konnte abschließend auch noch ein Bad an einer kleinen Badestelle hinter der Amaze Cafe Bar nehmen oder nur so bei Meeresrauschen und den vorbeifahrenden Booten und Fähren die Seele baumeln lassen. Pünktlich um 18.30 Uhr waren alle beim verabredeten Treffpunkt. Zielsicher steuerte Jörn auf die ausgesuchte Taverne zu. Im schattigen Vorhof des Hauses war alles vorbereitet. Jörn hatte reichlich und hervorragend die Essens-Bestellung gemanagt. Ein wunderbarer Abschlussabend! Gut gesättigt mussten anschließend noch die 12 km Rückfahrt zum Hotel absolviert werden. Aber auch das war bei bester Laune und untergehender Abendsonne kein Problem. Zum Absacker trafen sich alle nochmal in Annas Taverne auf dem Dorfplatz und zogen eine erste Bilanz der Reise. Da die Abflugzeiten der Wikinger am nächsten Tag sehr unterschiedlich waren, müsste man sich von vielen Mitreisenden vorm aufs Zimmer Gehen schon verabschieden.

Resümee

hinten v. l.: Jörn, Elke, Barbara, Uwe, Jens – vorne: Marie, Simone, Marion, Alfons, Claudia, Andreas, Rolf

Insgesamt gesehen aus meiner Sicht wieder eine tolle Gruppenreise. Alle Alleinreisenden fanden schnell untereinander Anschluss und fühlten sich sichtbar wohl in der Gruppe. Konflikte: Fehlanzeige. Die Fahrräder von Ionian Bike & Hike waren in einem guten Zustand. Das Hotel Marida im Dorfkern von Ag. Ioannis hat durchaus seinen Charme, könnte aber wohl mal in mancherlei Hinsicht eine Auffrischung gebrauchen. Die Feuchtigkeit in den Erdgeschoss-Räumen des Liapades Beach Hotel war auch etwas unangenehm. Reiseleiter Jörn Hessen war immer guter Dinge, hatte alles im Griff und war immer ansprechbar. Auf den Tagesrouten kannte er sich bestens aus und warnte schon im Vorfeld vor dem nächsten großen Schlagloch auf der Straße. Die Touren waren bei etwas sportlichem Ehrgeiz gut zu bewältigen. Hervorragend auch seine Auswahl der Lokale für die Kaffee- und Mittagspausen. Und ein ganz großes Lob für die abendlichen Tavernenbesuche. In dieser Hinsicht war die Reise ein wirklich gelungenes kulinarisches Highlight!

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