Korfu-Radreise 2019

Vorbemerkungen
Weil es mir auf meiner ersten Radreise vor zwei Jahren nach Korfu, die in diesem Blog bereits beschriebene Gruppenreise, sehr gut gefallen hat, habe ich mich gemeinsam mit meiner Partnerin entschlossen nochmals eine Radreise auf Korfu zu unternehmen.

Tourenbeschreibung

Diesmal aber als Individual-Radreise, die schwerpunktmäßig den Süden umfasst im Gegensatz zur Gruppenreise, die den Norden der Insel zum Thema hat. Der Weg über die Bergkette im Norden bleibt uns also erspart. Doch keine Angst: Bergliebhaber kommen auch im Süden auf ihre Kosten. Gebucht wurde wieder über Wikinger Reisen (Reise 7931R).

Vor Ort ist wie vor zwei Jahren die Partneragentur Ionian Bike & Hike für die Organisation und Bereitstellung der Fahrräder zuständig. Optional kann man bei dieser Rundtour bei jedem Etappenziel Tage dazu buchen. Da mir viele Highlights von der ersten Reise bekannt waren und auch zeitlich keine Eile geboten war, haben wir das auch getan. In Benitses ist normal nur eine Nacht eingeplant. Wir haben dort eine zweite Übernachtung gebucht.

Am Pool der Villa Myrto zwischen Vatos und Pelekas – Start und Ziel der Rundtour

Dadurch konnte von dort aus ein ganzer Tag für die sehenswerte Inselhauptstadt von Korfu erkundet werden, die etwa 12 Kilometer nördlich von Benitses entlang der Küstenstraße liegt. Auf der Normaltour bleibt dafür nur ein längerer Zwischenstopp auf der letzten Etappe zur Verfügung. Außerdem konnten wir durch die Verlängerung um zwei Nächte am Ende der Tour in der Villa Mytro bei Vatos eine schöne Tagesetappe durch die Ropa-Ebene zu den malerischen Buchten von Paleokastritsa unternehmen.

Beschreibung der RadTouren

1.Etappe: Von Vatos über den Kaisers Thron zur Paramona Bucht
Bei dieser Etappe sind wir am Anfang von der Vorgabe abgewichen und haben den Kaisers Throne beim Bergdorf Pelekas als erstes Highlight angefahren. Das bietet sich wirklich an, da man ja einerseits kaum einen Umweg fährt. Andererseits hat man in Vatos schon knapp 100 hm, so dass nur noch 150 hm bis zum Gipfel zu fahren sind. Das Profil ist kontinuierlich, die Straße nach Pelekas bietet viel Schatten und die Temperaturen beim Start um 10 Uhr sind noch nicht so hoch. Nach 33 Minuten hatten wir bereits den Gipfel erreicht. Das Gute: Die meisten Touristen mit ihren Mietwagen waren auch noch nicht so weit. So hatten wir um 10.30 Uhr den Kaisers Throne quasi für uns allein.

Herrlicher Ausblick und noch menschenleer: Der Kaisers Throne bei Pelekas

Wir genossen die herrlichen Aussichten und einen Kaffee auf der Hotelterrasse nebenan. Nach 70 min ging es weiter. Nach der Abfahrt vom Dorf Pelekas kamen wir an der großen Kreuzung auf die Normalroute. Die Etappe ging weiter auf der Hauptstraße der Westküste, machte aber zwischendurch einen Abstecher zum schönen Dorf Kouramandes.

Schönes Bergdorf Kouramandes

Hinter dem Ort Kastellani kam eine 2 km lange Steigung, da die westliche Bergkette bei Agii Theodori passiert werden musste. Jetzt gab es schöne Blicke auf die Buchten der Westküste bei Ag. Gordios. Nach weiteren hügligen Passagen erreichten wir Ag. Mattheos. Ohne den alten Dorfkern zu befahren, ging es recht steil hinab in die Paramonas Bucht mit dem Paramonas Beach Hotel.

Durch die Auffahrt zum Kaisers Throne betrug unsere Etappe 26 km, für die wir mit Pausen und Fotostopps 4 Stunden und 20 Minuten gebraucht haben.

2. Etappe: Rundtour ab Paramonas um die Korission-Lagune
Es geht zu Beginn der Etappe recht steil zurück aus der Paramonas Bucht und gleich hinauf zum wunderschönen Kirchplatz von Agios Mattheos, der eine tolle Aussicht in Richtung Osten der Insel bietet. Über schmale Gässchen geht es dann hinunter in den alten Ortskern mit vielen Cafes und Tavernen. Aber für eine Pause ist es nach gerade mal 3 – 4 km noch zu früh.

An Kirchplatz von Agios Mattheos

Nach dem Schlenker durch das alte Dorf kommt man wieder auf die Hauptstraße. Nach 7,5 km passieren wir die Ruine der byzantinischen Burg Gardiki aus dem 13. Jahrhundert.

Die im Routenbuch beschriebene Taverne „The Farm“ bietet sich nicht für eine Pause an. Sie war zur frühen Mittagszeit geschlossen. Da es zum Korission-See nicht mehr weit ist, sollte man bis zur Lagune durchfahren, die Räder wie beschrieben im Schatten von Nadelbäumen abstellen und dann die Pause in der coolen Strandbar „Lake Korisson“ machen.

Strandbar an der Korisson-Lagune

Badefreunde können sich gleich am weitläufigen Sandstrand im Wasser erfrischen. Wir machten anschließend die beschriebene Wanderung bis zur Kanaldurchfahrt in der Mitte der Lagune. Die Holzbrücke über den Kanal in der Mitte der Lagune sieht ziemlich mitgenommen aus und sollte deshalb nicht betreten werden. Leider ist auch der Aussichtsturm zur Vogelbeobachtung nicht mehr zugänglich und begehbar.

Einige Wasservögel waren in der Lagune zu sehen. Wie beschrieben dauerte die Wanderung mit der Pause ca. 2,5 Stunden. Die Weiterfahrt der Runde führte dann auf einfachen Schotterstrecken entlang der Küste, die hier zur Steilküste wird. Dann der Schreck: Bei km 13 ist auf einmal die inzwischen wieder asphaltierte Straße weg: Sie ist wohl schon vor längerer Zeit durch einen Erdrutsch ins Meer abgebrochen.

Die Straße ist weggebrochen

Diese Kuriosität ist zwar im Routenbuch beschrieben, ich hatte sie aber überlesen. Im Kartenbuch war auch kein Hinweis. Das Navi zeigte eine „Road Erosion“ an, was mich irritierte, bevor wir an der Abbruchkante angekommen waren. Die Stelle konnte aber schiebend auf einem Trampelpfad durchs Schilf-Gebüsch passiert werden.

Abbruchkante von der anderen Seite aus gesehen – Links der Trampelpfad

Der letzte Abschnitt führte auf der hügeligen Küstenstraße mit vielen schattigen Olivenbäumen zurück zum Hotel in der Paramonas Bucht. Die Rundtour war nur 21 km lang, hat aber mit der Pause und Wanderung an der Lagune insgesamt 5 Stunden und 40 Minuten gedauert.

Rückfahrt zur Paramonas Bucht durch den Olivenwald

3. Etappe: Von der Paramona Bucht nach Vitalades (Gardenos Beach)
Zu Beginn der Etappe geht es zunächst auf dem Rückweg der gestrigen Tour auf der Küstenstraße im Schatten der vielen Olivenbäume Richtung Süden. Diesmal aber weiter, bis wir wieder die große Durchgangsstraße nach Lefkimi erreicht haben. Hier weiter rechts ab nach Ano Messonghi und dann auf der großen Straße weiter Richtung Messonghi Beach. Man kann dann aber die große Straße verlassen und über eine kleine Nebenstraße an einem Fluss entlang Richtung Küste fahren. Als Kuriosität am Rande: Diese kleine Straße war nach einigen hundert Metern mit einem Absperrband und Müllsack abgesperrt. Wir ignorierten aber die Absperrung.

Auch so kann man Straßen sperren

Als man zum Ortsrand von Messonghi Beach kam, die Absperrung auf der Gegenseite – diesmal bestehend aus zwei alten Sofas und einer Matratze. Entlang der Hotelanlagen kommt man an die Küstenstraße und ziemlich bald zu dem beschaulichen Dorf Bouraki, wo die Tavernen direkt am ruhigen Küstenstreifen zu einer Kaffeepause einladen.

Strandidylle in Bouraki

Der nächste etwas größere Ort ist Petriti, der größte Fischerhafen Korfus. Er liegt in einer flachen Bucht. Hier steht in vielen Tavernen der frisch gefangene Fisch dann auf der Speisekarte.

Im Hafen von Petriti

Anschließend verlässt man kurz die Küste und fährt einen Bogen in der Bucht. Denn bei Notos ist die Bucht zu Ende. Es kommt wieder ein Steilküstenabschnitt. Oben gibt es zwei schöne Tavernen, die sich terrassenartig an die Steilküste anschmiegen: Electra´s Garden und Taverna Panorama. Ein schöner Platz für eine Pause.

Taverne Panorama an der Steilküste bei Notos

Nach weiteren zwei Kilometern an der Küste verlässt man bei der Taverne Aristo das Meer. Es geht auf den letzten fünf Kilometern mit einigen Anstiegen über die Orte Pervoli und Vitalades quer durch den Süden der Insel zur Gardeno Beach, wo wir unsere Unterkunft, die Appartement-Pension Santa Maria, schnell finden.

Unsere dritte Unterkunft: Pension Santa Maria in Gardenos Beach
Schöner Sandstrand in der Gardenos Bucht

Für diese 29 km lange Tour haben wir mit den längeren Pausen und Fotostopps etwas mehr als fünf Stunden gebraucht.

4. Etappe: Erkundung der Südspitze Korfus
Auf der einzigen Straße geht es aus der Bucht zurück nach Vitalades. Hier aber jetzt in nordöstlicher Richtung zur Hauptstraße nach Lefkimi. Ein kleiner Schlenker zum Ortsrand von Lefkimi umfährt das Radeln auf der Hauptstraße. Sie muss dann nochmal gequert werden, bevor mehrere kleine Dörfer an der Südspitze Korfus durchfahren werden.

Dorfidylle in Kritika im Süden von Korfu

In Dragotina beginnt dann der Anstieg zu dem Bergdorf Spartera. Hier gibt es eine schöne Terrasse mit einem kleinen Cafe und Mini-Markt zum Verweilen. Der freie Blick auf Lefkimi ist aber teilweise durch Bäume und Häuser versperrt.

Dorfcafe und Minimarkt mit Aussichtsterrasse im Bergdorf Spartera

Schnell rollt man hinunter nach Kavos und ist wie in einer anderen Welt. Während in den Dörfern zuvor noch absolut ländliches Treiben vorherrscht, reihen sich hier, einer Hochburg der britischen Touristen, Bars, Spielhallen, Pubs und Appartementhäuser aneinander. Zum Glück war es in der Mittagszeit für die nachtaktiven Urlauber noch recht früh, so dass der Trubel sich in Grenzen hielt. Hier hatten wir nichts verloren und fuhren weiter nach Lefkimi-Potami. Eine historische Brücke führt hier über einen kanalartigen Fluss. Entlang der Uferstraße laden gemütliche Tavernen zu einer längeren Mittagspause auf den Uferterrassen ein.

An der Brücke in Lefkimi-Potami

Nach der Pause geht es zu den ehemaligen  Salzwerken von Alykes an der Nordspitze der Lefkimi-Bucht. Hier sollte wohl in dem ehemaligen Salzwerk – wie auf Hinweisschildern zu sehen ist – mit EU-Geldern ein Biosphären-Reservat mit Informationszentrum aufgebaut werden. Alles macht aber einen halbfertigen Eindruck und außer dem Schild ist nicht viel zu sehen und alles geschlossen. Daneben befindet sich ein Hafen mit einigen Fischer- und Freizeitbooten.

Der Rückweg führt zunächst parallel zur Bucht in östliche Richtung an Molos vorbei und biegt dann ab ins Landesinnere, wo man wieder die Hauptstraße erreicht. Über Vitalades geht es auf nun bereits bekannten Wegen hinunter  in die Gardenos Bucht zur Pension Santa Maria. Die Rundtour war 39 km lang, für die wir mit den Pausen und Besichtigungen 6 Stunden und 20 Minuten gebraucht haben.

5. Etappe: Von Vitalades über das Achilleion nach Benitses
Die wohl schwierigste Etappe über die Bergdörfer Argyrades und Agii Deka und dann noch hoch zum Sissi Palast stand für diesen Tag an. Zunächst wieder über Vitalades und Pervoli und dann auf der Hauptstraße hinauf nach Argyrades. In der Ortsmitte verlässt man die Hauptstraße und gelangt auf kleinen Gässchen an der höchsten Stelle zu einem schönen Aussichtspunkt auf die Bucht von Agios Georgios. Dorthin geht es auf einer steilen Abfahrt hinunter.

Küste bei Agios Georgios

Entlang der touristischen Uferstraße passieren wir den Badeort und verlassen die Uferpromenade am Ende auf einem Fußweg. Zunächst auf einem Schotterweg geht es vorbei an riesigen Ressort-Hotelanlagen. Dann durch Gärten und Olivenhaine wieder von der Küste weg zur Hauptstraße hinauf und hier weiter Richtung Norden. Den Schlenker über das Dorf Chlomatiana haben wir uns erspart, da noch einige Höhenmeter bevorstanden. In Ano Messongi ging es von der Hauptstraße weg. Jetzt begann der lange Anstieg mit 230 hm auf der kleinen Nebenstraße ohne viel Verkehr hinauf über die Dörfer Strongili, Kornata und den Abzweig bei Stavros (höchster Punkt) nach Agii Deka.

Blick von Agii Deka auf Korfu-Stadt mit Lagune (Flughafen) – rechts das Dorf Gastouri mit dem Achilleion

In Agii Deka mit schönen Blicken auf Korfu-Stadt, das Achilleion und die Nordkette mit dem Pantokrator ging es nach einer Pause wieder steil in vielen Serpentinen hinab nach Gastouri. Von hier müssen wir nun erneut 100 hm auf der normalen Autostraße hinauf zum Achilleion fahren, das wir dann gegen 14.30 Uhr erreicht hatten.

Das Achilleion

Also genug Zeit für eine ausführliche Besichtigung. Anschließend war noch Zeit für eine nette Kaffeepause auf der Aussichtsterrasse des La Nova Bella Vista mit Cappuccino und Apple Pie.

Die letzte Abfahrt hinunter nach Benitses war nur noch Formsache und das Hotel Bella Vista im Badeort Benitses war schnell gefunden. Die Königsetappe war 41 km lang, hatte gut 600 hm und dauerte mit Pausen und der Besichtigung des Achilleion 7 Stunden und 15 Minuten.

6. Etappe: Von Benitses nach Korfu-Stadt und zurück
Normalerweise ist dieser Tag für die letzte Etappe über Korfu-Stadt zurück zum Ausgangspunkt Villa Myrto bei Vatos vorgesehen. Da wir uns Korfu-Stadt in Ruhe anschauen wollten, haben wir hier einen Zusatztag gebucht, was auch problemlos möglich war. Entlang der Küstenstraße ist es zum Zentrum etwa 12 km weit. Auf dem Weg dahin kommt man schon an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Zunächst die Reste der Kaisers Bridge, die sich Kaiser Wilhelm II bauen ließ, damit er auf angemessenen Wegen von seiner Jacht zum Achilleion gelangen konnte.

Reste der Kaisers Bridge bei Benitses

Nach weiteren drei Kilometern entlang der Küstenstraße erreicht man die Lagune mit der Start- und Landebahn des Flughafens. Die Lagune kann man als Fußgänger und Radfahrer auf einem schmalen Betondamm überqueren. Hier ist eigentlich immer was los, weil es ein idealer Ort zum „Planespotting“ ist. Die einfliegenden Flugzeuge fliegen – zumindest gefühlt – dicht über die Köpfe hinweg. Alle wollen mit ihren Smartphones die besten Bilder schießen. Und dann noch das Vlacherna-Kloster und die sog. Mäuseinsel Pontikonissi. Fotomotive ohne Ende. Weiter geht es – der Einbahnstraßenregelung folgend – auf der Halbinsel hinauf nach Kanoni, wo man an der Bar nochmal einen tollen Gesamtblick auf das ganze Ensemble hat.

Dann folgen die Reste der alten Stadt Corcyra, wo archäologische Ausgrabungen vorgenommen werden. Bald danach die Parkanlage und das Schloss Mon Repos, was wir uns aber für den nächsten Tag aufgehoben haben. Jetzt hat man die erste große Bucht der Hauptstadt erreicht und einen ersten Blick auf die alte Festung. Auf einem ausgewiesenen Radweg kann man die Küstenpromenade passieren. Hinauf ging es zur Esplanade, wo wir an einem Kiosk direkt gegenüber vom Eingang zur Alten Festung unsere Räder abstellten und die Stadt zu Fuß erkundeten. Zuerst stand die Alte Festung auf dem Programm.

Gegen 17.30 Uhr fuhren wir auf der gleichen Strecke zurück zu unserem Hotel Bella Vista nach Benitses.

7. Etappe: Von Benitses über Korfu-Stadt zurück nach Vatos
Nun also die Tour von Benites zurück zur Villa Myrto bei Vatos. Das erste Teilstück und Korfu-Stadt waren von der gestrigen Zusatzetappe bestens bekannt. Die Besichtigung des Parks und Schlosses von Mon Repos wollten wir heute nachholen. Die großzügige Parkanlage ist mit dem Fahrrad zu befahren. Also kein Problem für die doch weitläufigen Wege. Auch viele Jogger waren hier in den Vormittagsstunden unterwegs. In dem Schloss wurde übrigens 1921 Prinz Philip, Duke Of Edinburgh, geboren.

Auf der Uferstraße ging es wieder hinauf zur Espalanade dann vorbei am Gouverneurspalast wieder hinunter zum alten Hafen. Der internationale Fährhafen schließt sich an. Danach noch ein paar kleinere Werften, bevor wir die große Straße Richtung Norden an einer Fußgängerampel queren und die Uferregion verlassen. Entlang eines kanalartigen Baches hat man die Stadt endgültig hinter sich gelassen. Über kleinere Bergdörfer führt der Weg durch recht hügliges Gelände und kleinen Dörfern auf ruhigen Straßen hinauf zum Dorf Tembloni. In Serpentinen geht es hinab in die Ropa-Ebene. Nach einem kurzen Stück auf der Straße nach Liapades und Paleokastritsa biegen wir ab Richtung Ermones und sehen in der Mitte der Ebene den Bachlauf des jetzt ausgetrockneten Flusses. Der Teerweg, er am Flusslauf entlang führt, hat lange Risse. Es sieht aus, als wäre ein Asphaltschlitzer unterwegs gewesen.

Gefährlicher Asphalt in der Ropa-Ebene

Man muss aufpassen, dass man nicht in einer Spalte hängen bleibt. Der Weg endet am Golfplatz, und wir haben die Straße zur Ermones-Bucht erreicht. Jetzt nur noch etwas hinauf Richtung Pelekas zu unserer Villa Myrto und wir sind am Ziel. Weil wir lediglich am Schloss Mon Repos und am Hafen noch eine Besichtigungspause gemacht haben, brauchten wir für die 34 km nur 3 Stunden und 40 Minuten und waren gegen 13.30 Uhr angekommen. Also noch genug Zeit für einen Strandbesuch in Ermones.

Der Strand von Ermones

8. Etappe: Tour in die Bucht von Paleokastritsa
Da wir ja um zwei Nächte in der Villa Myrto inclusive Radmiete verlängert hatten, konnten wir noch einen Tagesausflug in die wunderschönen Buchten von Paleokastritsa machen. Diesmal sind wir dann lieber auf dem Alternativweg durch die Ropa-Ebene gefahren. Er ist zwar am Anfang auch ein Schotterweg mit vielen Schlaglöchern. Wenn man dann aber das Weingut erreicht hat, wird er zum Asphaltweg, der durch Olivenenhaine und Weinfelder führt und somit ein recht reizvoller Radweg ist.

Weinfelder und Olivenbäume am Rand der Ropa-Ebene

Man fährt dann auf kleinen Straßen am westlichen Rand der Ebene durch die Dörfer Marmaro und Kanakades zur Hauptstraße nach Liapades und Paleokastritsa. Wir fuhren bis zum Ende der Bucht, wo der große Parkplatz ist, und stellten dort unsere Räder ab. Den Aufstieg zum Kloster und zu den vielen tollen Aussichtspunkten machten wir zu Fuß. Anschließend gönnten wir uns ein Bad in der kleineren Bucht bei den abgestellten Fahrrädern.

Eine Strecke ist ca. 17 km lang und wir benötigten mit Fotostopps 1,5 Stunden. Der Rückweg war ähnlich lang. Man sollte aber beachten, dass man 100 hm vor sich hat, wenn man die Bucht verlässt. Alternativ sind wir nicht durch die Dörfer, sondern am Flussbett entlang bis zur Querstraße gefahren. Dieser Abschnitt ist nicht ganz so kaputt wie der oben beschriebene Teil. Dann ging es wieder am Weingut vorbei.

Abschließende Bemerkungen

Die Orientierung mit den von Wikinger zur Verfügung gestellten Tracks, die ich dann auf mein Garmin-Navi geladen habe, hat gut geklappt. So konnte auf das für mich nervige Studium des Routenbuches während der Fahrt weitestgehend verzichtet werden. Die jeweilige Karte des Kartebuches, die in der Klarsicht-Kartentasche aufgeschlagen und am Lenker befestigt war, diente dann noch zur Kontrolle und Groborientierung. Hier die Tabelle mit den entsprechenden Distanzen und Höhenmetern (Aufzeichnung lt. Garmin Edge Touring Navi):

Da die Touren von den Reiseveranstaltern Wikinger Reisen/Ionian Bike & Hike entworfen worden, soll an dieser Stelle auf die Verlinkung zu meinen aufgezeichneten GPS-Tracks verzichtet werden.
Weil die Etappen nicht zu lang waren, konnten die Tagesziele trotz der doch teilweise recht sportlichen Anstiege immer in einem angemessenen Zeitrahmen erreicht werden. Es war hinterher immer noch genug Zeit, am Strand ein erfrischendes Bad zu nehmen. Die Strandorte Paramonas Beach und Gardenos Beach waren gut ausgesucht. Es sind Sandstrände und sie sind nicht sehr überlaufen. Auch die Hotels sind in Ordnung und das Gepäck ist immer rechtzeitig von Danielle zum nächsten Ort gebracht worden. Insgesamt eine empfehlenswerte Tour.

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